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Einsatz für Abdulkarim– ein deutscher Arzt kämpft für geflüchteten Kriegsversehrten | SWR Doku


In dieser Dokumentation geht es um: "Ich kann nicht mehr! - Bitte holt mich hier raus!" - Abdulkarim macht klar, dass seine Kräfte und sein Lebensmut von Tag zu Tag nachlassen. Die Zustände im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos sind katastrophal. Gerhard Trabert, Arzt aus Mainz, konnte sich bei seinen zahlreichen Aufenthalten auf Lesbos ein Bild von der katastrophalen Situation dort machen. Um Abdulkarim macht er sich große Sorgen. Der junge Mann aus Syrien ist durch eine Kriegsverletzung querschnittgelähmt, kann sich kaum ohne fremde Hilfe bewegen und auch Blasen- und Darmfunktion nicht steuern: "Dass solche Menschen in Europa unter solchen Bedingungen leben müssen ist eine Schande", sagt Trabert. Als Abdulkarim schließlich im Schlaf von einer Ratte gebissen wird, sendet Fabiola Velasquez, eine Mitstreiterin Traberts, per Videobotschaft einen dramatischen Hilferuf: "Ihr Leute, die ihr das seht, ihr Politiker in Europa - bitte tut etwas!" Gerhard Trabert fliegt ein weiteres Mal nach Lesbos und möchte den Syrer am liebsten gleich mit zurück nehmen nach Mainz - in seine Heimatstadt. Immerhin: die Unterstützung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin ist ihm sicher - diese hat sie ihm persönlich zugesichert - aber er weiß auch: Das allein reicht in diesem Fall nicht aus. Und so befindet sich der Arzt in einem Dilemma: Er muss Abdulkarim Hoffnung machen, damit er durchhält, aber gleichzeitig ist ihm klar: Mit einer Absage würde der junge Syrer kaum fertig werden. Der Film begleitet Gerhard Trabert und seine Mitstreiterin Fabiola Velasquez beim Kampf um Abdulkarim. Er träumt von einem Neuanfang in Deutschland, möchte wieder arbeiten, will endlich wieder eine Perspektive: "Hier in Griechenland behandeln sie uns nicht wie Menschen - hier behandeln sie uns wie Vieh! Wir vegetieren dahin. Ich komme aus einer Steinmetzfamilie und ich würde nichts lieber tun als wieder in diesem Beruf zu arbeiten." Stolz zeigt er auf dem Handy Fotos seiner Werke. Da er für seine Arbeit vor allem Arme und Hände benötigt, hätte er trotz seiner starken Behinderung durchaus gute Chancen auf einen Job, eine Wohnung - ein "neues Leben" in Deutschland. Diese SWR-Doku von Thomas Diehl trägt den Originaltitel: Angeschossen und Abgeschoben - Moria: Ein deutscher Arzt klagt an, Ausstrahlungsdatum: 5.5.21. #swrdoku #swr Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/c/SWRDoku Mehr Dokus finden Sie in unserem Kanal oder in der ARD Mediathek unter https://www.ardmediathek.de/swr/swr-dokumentationen/


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