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Jedes Menschenleben zählt - Private Seenotrettung im Mittelmeer | SWR Doku


In dieser Dokumentation geht es um: Raphael Reschke von den "Sea Punks" will Leben retten. Er hat die Bilder und Nachrichten aus dem Mittelmeer nicht mehr ausgehalten: Mehr als 1.500 Menschen sind bisher in diesem Jahr offiziell beim Fluchtversuch ertrunken. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Wie kann es sein, dass die EU ihre Rettungsmission einstellt und dabei zusieht, wie Menschen auf der Flucht ertrinken? Raphael macht sich mit sechs anderen auf einem Segelschiff ins Mittelmeer, um zu helfen. Unterlassene Hilfeleistung an der EU-Außengrenze Die Crew des Vereins „Resqship“ meldet auf einer Beobachtungsmission an Bord des Segelschiffs „Nadir“ in der Such- und Rettungszone (SAR) Maltas Seenotfälle an die zuständigen Verantwortlichen der Rettungsleitstelle MRCC Valetta und MRCC Rom. Die Doku belegt: Italien verweist auf die Zuständigkeit von Malta – von Malta wiederum wird die Zuständigkeit aber negiert. Weiter zeigen Videoaufnahmen, wie die Crew sich telefonisch an die Hafenbehörde von Valetta wendet und um „sofortige Hilfe“ bittet. Während dieses Hilferufs ist plötzlich von maltesischer Seite nur noch ein Freizeichen zu hören, die Verbindung ist unterbrochen. Anschließend ist die Nummer für die Crew der „Nadir“ nicht mehr zu erreichen. 14 Menschen treiben in Holzboot hilflos im Mittelmeer Der in den Videoaufnahmen dokumentierte Notruf betraf 14 Menschen, die in einem manövrierunfähigen Holzboot auf dem offenen Meer trieben. Deren Motor war immer wieder ausgefallen und Wasser ins Boot eingedrungen. Die Hafenbehörde rief nach dem Notruf der „Nadir“ nicht zurück. Malta schickte keine Hilfe. Das internationale Seerecht schreibt vor, dass die Behörden der SAR-Zone, in der ein Seenotfall gemeldet wird, unverzüglich den Rettungseinsatz koordinieren und Rettungsmaßnahmen einleiten müssen. Die Crew der “Nadir” hatte bereits wenige Stunden vorher 17 Menschen aus einem manövrierunfähigen Boot mit Wassereinbruch evakuiert und an Bord holen müssen. Nach vier Stunden kommt Hilfe von der Küstenwache aus Italien Nachdem die Crew weitere Notrufe abgesetzt sowie die maltesischen und italienischen Behörden auch über einen medizinischen Notfall an Bord informiert hatte, kam nach knapp vier Stunden Hilfe von der italienischen Küstenwache. Sie evakuierte die 14 Menschen aus dem Holzboot. Die 17 Geretteten an Bord der “Nadir”, darunter auch den medizinischen Notfall, ließen sie in der Obhut der Crew zurück. ARD Reporterin Stefanie Groth, die Autorin der Doku, war Augenzeugin an Bord der „Nadir“: „Der angetroffene Seenotfall befand sich klar in der maltesischen SAR-Zone. Demnach wäre Malta hier zuständig gewesen, einen Rettungseinsatz zu koordinieren und Maßnahmen einzuleiten, um diese Menschen in Sicherheit zu bringen. Das ist trotz wiederholter Rettungsrufe der Crew nicht passiert.“ Diese Doku von Stefanie Groth (SWR/rbb) trägt den Originaltitel: „Mission im Mittelmeer – jedes Menschenleben zählt“ , Ausstrahlungsdatum: 2.12.21. #swrdoku #swr Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/c/SWRDoku Mehr Dokus finden Sie in unserem Kanal oder in der ARD Mediathek unter https://www.ardmediathek.de/swr/swr-dokumentationen/


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